Ratgeber

Banking per Smartphone: Banking-Apps sicher nutzen

Am 14.03.2018 veröffentlicht von der Blog-Redaktion der OLB

Veröffentlicht in
Mobilebanking – Banking-Apps sicher nutzen

Mobile Banking: So sind Sie sicher unterwegs

Onlinebanking am heimischen Rechner? „Selbstverständlich“, finden 42 Millionen Bürger und erledigen Bankangelegenheiten im Netz. Aber Mobile Banking, also der Blick auf den Kontostand oder die Überweisung unterwegs per Smartphone oder Tablet? Davor schrecken 64 % der Onlinebanking-Kunden zurück. Was am Laptop selbstverständlich ist, wirft mit Blick auf die Banking-App also offenbar Fragen auf: Ist das sicher? Ist das schwierig? Was muss ich beachten? Hier kommen die Antworten.

Welche Vorteile bietet Ihnen Mobile Banking?

Dass 64 % der Onlinebanking-Nutzer noch darauf verzichten, per Tablet oder Smartphone auf ihr Konto zuzugreifen, heißt im Umkehrschluss: 36 % machen es, mithin rund 15 Millionen Menschen. Bei dieser hohen Anzahl muss es Vorteile geben, von denen die entscheidenden auf der Hand liegen: Es ist bequem und praktisch. Vor dem Einkauf mit wenigen Klicks den Kontostand checken, beim Warten auf den verspäteten Zug schnell per Überweisung eine Rechnung begleichen, vom Handy zum nächsten Geldautomaten lotsen lassen – in der digitalisierten Welt alles möglich.

Welche Erfahrungen gibt es mit Banking-Apps?

Aktuell gibt es keine Argumente, Hinweise oder Fälle, die dagegensprechen, das Smartphone für Bankgeschäfte zu nutzen. Natürlich gilt: Wer ohne Virenschutz auf dubiosen Webseiten herumsurft, nicht-autorisierte Anwendungen herunterlädt oder Phishing-Mails sorglos beantwortet, gehört definitiv ins Beuteschema von Cyber-Gangstern und könnte Opfer eines Online-Überfalls auf sein Konto werden.

Wenn Ihnen diese Art der Internetnutzung aber im Traum nicht einfallen würde, brauchen Sie auf Banking-Apps nicht zu verzichten. Im Gegenteil: Die Stiftung Warentest kam in einer Studie zu dem Schluss, dass Mobile Banking per App mindestens genauso sicher sei wie Onlinebanking am heimischen Computer – wenn nicht sicherer, da eine programmierte App sich schwieriger hacken lässt als ein Internetbrowser.

Welche Banking-App benötigen Sie?

Verbrauchern stehen zwei Arten von Apps zur Verfügung: Zum einen die Banking-App der Hausbank – wie beispielsweise die OLB App. Zum anderen Multibanking-Apps, mit denen sich Konten verschiedener Banken verwalten lassen, auch die OLB App ist „multibankfähig“. Den Zweck, Bankangelegenheiten unkompliziert unterwegs zu erledigen, erfüllen beide App-Arten. Die App der Hausbank bietet darüber hinaus den Vorteil, dass sensible persönliche Daten nicht bei einem Drittanbieter hängenbleiben können.

Wie bei anderen Apps, die sich Handynutzer herunterladen, gilt auch bei Banking-Apps, dass ein gesundes Maß an Misstrauen angebracht ist. Schon ein paar einfache Beobachtungen lassen Rückschlüsse auf die Seriosität des Anbieters bzw. die Güte der App zu: Ist sie weder im Apple App Store noch im Google Play Store erhältlich? Wurde sie erst wenige Male heruntergeladen? Sind die User-Bewertungen negativ? Dann lieber Finger weg. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, ob Daten verschlüsselt übermittelt werden, da Hacker sonst ggf. die Kommunikation zwischen Ihnen und der Bank sehen und manipulieren können. Bei guten Banking-Apps ist der verschlüsselte Datentransfer aber Standard, auch bei der OLB App.

Wie erhalten Sie die TAN für eine Überweisung?

Ein weiteres wichtiges Kriterium, dass eine Banking-App erfüllen muss: Sie sollte keine TAN empfangen. Denn Internet-Kriminelle benötigen zwei Informationen, um ein Konto zu plündern: Login-Daten und TAN, also die Zahlenkombinationen zur Transaktionsbestätigung. Daher sollte eine Anwendung, mit der TANs generiert werden, nicht auf demselben Smartphone wie die Banking-App installiert sein. Denn nur dann können Hacker beim illegalen Zugriff auf ein Handy direkt alle Informationen bekommen, die sie benötigen.

Seriöse Banking-Apps setzen daher auf die Nutzung eines zweiten Geräts. Wie beispielsweise beim photoTAN-Verfahren: Dabei wird vor einer Überweisung ein kryptisches Bild generiert, das per Smartphone abfotografiert werden muss. Die App liest daraus die TAN und tätigt die Überweisung. Auch die OLB App funktioniert mit diesem sicheren Verfahren, das dazu nötige photoTAN-Lesegerät bekommen Kunden von der OLB gestellt. Generell ist der Erhalt einer TAN für eine Überweisung und andere Transaktionen nur beim photoTAN-Verfahren erforderlich.

Alternativ läuft die Banking App über ein sogenanntes HBCI-Verfahren. Die Autorisierung erfolgt dann über PIN, Face-ID oder Fingerabdruck.

Wie können Sie die Banking-Sicherheit weiter erhöhen?

  • Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme dient beim Mobile-Banking – wie bei der Smartphone-Nutzung im Allgemeinen – der Virenschutz. Während fast jeder User für PC und Laptop Firewall und Virenscanner nutzt, fehlt dieser Schutz auf vielen Smartphones. Mit der Installation einer Antiviren-App sorgen Sie also zusätzlich für Sicherheit.
  • Es gibt Trojaner, die das Aussehen einer Banking-App imitieren. Daher kann es wichtig sein, sich das Design der App einzuprägen und ggf. zu notieren, wie eine Online-Überweisung abläuft. Wenn Sie plötzlich Abweichungen erkennen, sollten Sie die App direkt schließen und Ihre Bank kontaktieren.
  • Schützen Sie Ihre Onlinebanking-App mit einem komplexen Passwort. Und speichern Sie nie die PIN für das Login auf dem Handy. Das ist nicht nur fahrlässig, sondern widerspricht auch den AGB vieler Banken. Im Ernstfall machen Sie sich dadurch angreifbar und müssen einen Schaden selbst übernehmen. Dieser Aspekt führt zu der Frage …

Und wenn beim Mobile Banking doch etwas passiert?

Generell gilt, dass Details zu diesem Thema in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank zu finden sind. Doch wenn User sich verantwortungsvoll verhalten, zentrale Sicherheitsaspekte beachten und es trotzdem zu (dem dann sehr unwahrscheinlichen) Fall kommt, dass bei einem Hacker-Angriff aufs Handy Geld vom Konto verschwindet, kommt die Bank zumeist für den Schaden auf. Der Verbraucher haftet nur, wenn er grob fahrlässig handelt, etwa Dritten relevante Zugangsdaten aushändigt, Phishing-Mails beantwortet oder suspekte Anwendungen außerhalb der offiziellen App-Stores herunterlädt.

Fazit: Mobile Banking ist sicher – vorsichtig dürfen Sie dennoch sein

Sie bevorzugen es weiterhin, Online-Bankgeschäfte ausschließlich am Laptop oder PC zu erledigen? Dagegen spricht nicht das Geringste. Wenn Sie aber sehr wohl interessiert sind, per App unterwegs aufs Konto zu blicken oder eine Sofortüberweisung per Smartphone zu tätigen – dann nur zu. Seien Sie ruhig misstrauisch und vorsichtig, aber verzichten Sie nicht aus einer unbestimmten Sorge vor Hackern auf eine Technologie, die Sie gerne nutzen möchten. Haken Sie einfach folgende kleine Checkliste ab – dann können Sie als umsichtiger Internetnutzer in puncto Mobile Banking und Banking-Apps auf ein sehr hohes Maß an Sicherheit vertrauen.

  • Ich nutze eine vertrauenswürdige Banking-App, zum Beispiel von meiner Hausbank
  • Meine App überträgt sämtliche Daten verschlüsselt
  • Transaktionsnummern (TAN) empfange ich über ein zweites Gerät
  • Ich habe meine Banking-App mit einem sicheren Passwort geschützt
  • Mein Smartphone verfügt über einen Virenschutz

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