Ratgeber

Immobilienbewertung: Marktwert ermitteln lohnt sich!

Am 29.05.2018 veröffentlicht von der Blog-Redaktion der OLB

Veröffentlicht in
Immobilienbewertung

Immobilienbewertung: wichtig für Käufer, Verkäufer und Eigentümer

In den vergangenen Jahren haben die Immobilienpreise in Deutschland sowohl auf dem Land als auch in den Städten eine starke Dynamik erfahren. Wer sich nicht tagtäglich mit der regionalen Marktlage beschäftigt, kann kaum noch den aktuellen Marktwert einer Immobilie einschätzen. Für Verkäufer bzw. Käufer steigt somit das Risiko, für eine Eigentumswohnung oder ein Haus zu wenig zu verlangen bzw. zu viel zu bezahlen. Daher ist eine professionelle Immobilienbewertung nahezu unverzichtbar. Schließlich …

  • … sollten Kaufinteressenten den Wert ihrer Wunschimmobilie oder ihres Baugrundstücks kennen, um gut vorbereitet in die Preisverhandlung zu gehen.
  • … müssen Verkäufer mit dem Marktwert ihres Objektes vertraut sein, um es für einen realistischen Verkaufspreis zügig veräußern zu können.
  • … benötigen Eigentümer den Immobilienwert zum Beispiel für ein Testament oder im Falle einer Scheidung.

Wertermittlung: Lage, Ausstattung und Zustand sind entscheidend

Der Wert von Immobilien wird nicht nur von einem, sondern von vielen Faktoren beeinflusst. Zum einen sind Grundstück und Lage entscheidend. So haben nahe gelegene Grünflächen, Erholungs-, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten sowie eine gute Verkehrsinfrastruktur einen positiven Effekt auf den Wert von Immobilien. Ebenso sind die Grundstücksgröße und seine Bebauungsmöglichkeiten interessant. Zum anderen machen Objektdaten, Ausstattung und Bauzustand den Wert der Immobilie aus: Gibt es einen Keller, eine Einbauküche, einen Balkon? Ist das Objekt nach aktuellen Richtlinien gedämmt oder ein Passivhaus? Je nachdem, wie die Antwort ausfällt, kann der Kaufpreis steigen oder sinken.

Methoden zur Immobilienbewertung

Experten unterscheiden grundsätzlich zwischen drei Arten der Immobilienbewertung:

  • Vergleichswertverfahren
  • Ertragswertverfahren
  • Sachwertverfahren

Das bei Grundstücken und selbst genutzten Wohnimmobilien am häufigsten verwendete Verfahren, um den Immobilienwert herleiten zu können, ist das Vergleichswertverfahren. Es unterliegt einem einfachen Grundgedanken: Der Wert eines Objekts ist immer nur so hoch, wie jemand bereit ist zu zahlen. Für das Vergleichswertverfahren zieht der Gutachter eine bestimmte Anzahl von Objekten heran, die dem zu bewertenden Objekt sehr ähnlich sind, und analysiert deren Kaufpreise. Auf diese Weise erfährt er, welche Daten in welchem Maße für den Wert der Immobilie relevant sind.

Daneben gibt es das Ertragswert- und das Sachwertverfahren. Das Ertragswertverfahren wird bei vermieteten Immobilien angewendet und ermittelt die Höhe des zu erwarteten Ertrags, den der Vermieter mit den Mieteinnahmen erzielen kann. Beim Sachwertverfahren nehmen die Herstellungskosten für Gebäude und Außenanlagen eine besonders wichtige Rolle für die Berechnung des Immobilienwerts ein.

Immobilieneigentum: beim Kauf nichts überstürzen

Die eigenen vier Wände gehören zu den größten Träumen der Deutschen. Sie ermöglichen nicht nur den ersehnten Weg in die Mietfreiheit, sondern stellen auch einen wichtigen Baustein für Vermögensbildung und Altersvorsorge dar. Rückt der Immobilienkauf für junge Erwachsene im Laufe der Jahre näher, ist es eine echte Herausforderung, kühlen Kopf zu bewahren. Häufig drängen zudem die Umstände – zum Beispiel Nachwuchs – zu raschen Entscheidungen. Dabei ist es gerade bei Wohneigentum wichtig, nicht vorschnell zu handeln, sondern den Markt eine gewisse Zeit zu sondieren. Denn der Hauskauf bringt meist gehörige Investitionen mit sich, die eine langfristige Planung erfordern. Um sich finanziell in keine unglückliche Lage zu manövrieren, ist es ratsam, sich an drei Regeln zu halten.

  1. Marktumfeld beobachten: Sie haben eine bestimmte Stadt, eine Wohngegend oder eine Lage im Blick, in der Sie Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung kaufen wollen? Bevor die Entscheidung fällt, sollten Sie für eine gewisse Zeit die Angebotspreise der Immobilien vor Ort beobachten. So erhalten Sie ein Gespür für das Preisniveau und können besser einschätzen, was ein Schnäppchen und was ein Wucherpreis ist.
  2. Finanziellen Spielraum ausloten: Was kann ich mir leisten? Das ist die zentrale Frage, deren Antwort Sie für einen Immobilienkauf möglichst eindeutig kennen sollten. Wie hoch ist das Eigenkapital, welche Finanzierungsmöglichkeiten kommen in Betracht und welche Tilgungszinsen werden Sie in den nächsten Jahren stemmen können? Hier können auch Online-Tools wie der Baufinanzierungsrechner der OLB sehr hilfreich sein.
  3. Professionelle Wertermittlung vornehmen: Käufer sollten am besten vor der Erstbesichtigung des Grundstücks oder der Immobilie ein Gutachten über den aktuellen Marktwert erstellen lassen. So haben sie in kurzer Zeit Gewissheit, ob der angebotene Preis gerechtfertigt ist und eine Besichtigung überhaupt infrage kommt. Darüber hinaus verbessern Käufer durch ein Gutachten ihre Verhandlungsposition. Überzogene Forderungen können selbstbewusst abgewiesen und Preissenkungen gefordert werden. Letzten Endes können Sie also durch eine Immobilienbewertung Zeit und Geld sparen.

Professionelle Immobilienbewertung nur vom Immobilienexperten

Um auf der wirtschaftlich sicheren Seite zu sein, empfiehlt die OLB, beim Kauf oder Verkauf von Wohneigentum unbedingt eine hochwertige Marktwertanalyse durchführen zu lassen. Versierte Immobilienexperten besitzen die notwendigen Immobilienkenntnisse und Erfahrungen, um die Marktrealität erkennen und abbilden zu können. Profitieren Sie in diesem Bereich von der Expertise der OLB – die seit mehr als 40 Jahren Käufer und Verkäufer bei der Abwicklung ihrer Immobiliengeschäfte begleitet – und lassen Sie sich von unseren Mitarbeitern ein qualifiziertes Wertgutachten erstellen.

Teilen:

Die OLB verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Weitere Informationen zu Cookies und deren Deaktivierung finden Sie in den Datenschutzbestimmungen.