Wohnen in Zeiten von Corona - die aktuellen Trends

Am 26.05.2021 veröffentlicht von der Blog-Redaktion der OLB

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Die Vorteile von eigenen vier Wänden liegen auf der Hand: Man muss keine monatlichen Mietzahlungen leisten, kann eigenverantwortlich entscheiden, wann man welche Sanierungen vornehmen möchte und verfügt darüber hinaus über ein rentables Anlageobjekt.

Das eigene Haus: ein Ruhepol in Krisenzeiten

Die 1035 befragten Hauseigentümer bewerteten die eigene Immobilie in Krisenzeiten ausgesprochen positiv: 75 Prozent gaben an, dass es beruhigend sein, in diesen Zeiten Hauseigentümer zu sein. Eine große Mehrheit von mehr als 90 Prozent der Befragten weiß das eigene Haus und vor allem den Garten in Zeiten der Pandemie-Beschränkungen besonders zu schätzen. Denn nicht nur finanziell überzeugt eine eigene Immobilie mit Garten in Corona-Zeiten: „Mehr Platz für Wohnen, Arbeit, Freizeit und Familie sowie ein Wohnumfeld jenseits urbaner Enge werden zunehmend wichtig und erstrebenswert. Am konsequentesten kann sich diese Wünsche erfüllen, wer sich seine eigenen vier Wände baut oder kauft“, bringt es Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender von Wüstenrot, auf den Punkt.

Party, Shopping und große Menschenmengen? Viele Mieter sehnen sich nach ländlicher Natur

Den Wunsch nach einer ruhigen Umgebung hegen viele Menschen. Das untermauert die Wüstenrot-Studie, für die neben den Hauseigentümern auch 559 Mieter befragt wurden. Fast jeder Vierte von ihnen (22 Prozent) denkt in der Corona-Zeit verstärkt über die Anschaffung eines Eigenheims nach. Bemerkenswert ist dabei, dass Kleinstädte mit 5.000 bis 50.000 Einwohnern als Wohnstandort bevorzugt werden. . Diese Präferenz begründen die Mieter mit Eigentumswunsch insbesondere mit dem Wunsch nach Ruhe und Abstand zu den Nachbarn sowie nach Wohnen im Grünen, Natur, wenig Verkehr und geringe Schadstoffbelastung. Obwohl vielen Mietern zugleich auch eine gute ÖPNV-Anbindung, nah gelegene Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote wichtig sind, schneidet die Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern in der Umfrage am schlechtesten ab. Nur 15 Prozent der Befragten möchten ihr Wohneigentum hier erwerben.
Vor allem bei den jüngeren Mietern träumt ein Großteil (53 Prozent) aktuell von Wohneigentum anstelle einer Mietwohnung – ein Wunsch, dessen Erfüllung natürlich eines durchdachten Finanzierungskonzeptes bedarf.  Die Überlegungen rund um den Immobilienerwerb beginnen im Falle eines Neubaus bei der Wahl des Grundstücks und enden im Falle des Erwerbs einer Gebrauchtimmobilie bei der Überlegung, ob zum Beispiel energetische Sanierungen sinnvoll sind. Der Wüstenrot-Studie zufolge sind 70 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass sich derartige Maßnahmen künftig immer stärker positiv auf den Wert eines Hauses auswirken.

Deutschland möchte sanieren – Ist der Klimaschutz endgültig im Gebäudesektor angekommen?

Was viele Eigentümer noch nicht wissen: Im Rahmen des staatlichen Klimapakets profitieren Hausbesitzer seit Anfang 2020 durch erhebliche finanzielle Förderungen, wie zum Beispiel Steuerabzüge nach energetischen Sanierungen. 65 Prozent der Befragten gaben in der Wüstenrot-Studie an, über diese neuen Voraussetzungen noch im Unklaren zu sein. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der CO2-Bepreisung, die seit 2021 erhoben wird und die beispielsweise auf die Heizkosten erheblichen Einfluss haben kann. Eine Verbesserung der Wärmedämmung, der Einsatz erneuerbarer Energien oder neue Fenster – derartige Investitionen, die für die Zukunft unseres Planeten essentiell sind, lohnen sich nun auch finanziell immer mehr.
Kommt jetzt also ein Sanierungsboom? Derzeit erwägen laut der Studie bereits 42 % der Hauseigentümer in den nächsten zwei bis drei Jahren energetische Investitionen zu tätigen. Und auch die Förderstatistik des letzten Jahres zeigt bereits, dass die Energiewende im Wohngebäudebestand Kräftig an Fahrt aufgenommen hat: Laut Bundeswirtschaftsministerium hat sich die Zahl der Anträge über alle einschlägigen Förderprogramme gegenüber dem Vorjahr auf 600.000 nahezu verdoppelt. Fazit: Die Chancen, die energetische Sanierungsmaßnahmen bieten, sind heute größer denn je. Immer mehr Hauseigentümer erkennen dies und nehmen die Energiewende nun selbst in die Hand

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