Vorsicht, Betrüger: Corona-Fallen über E-Mail und Telefon

Am 30.04.2020 veröffentlicht von der Blog-Redaktion der OLB

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Vorsicht, Betrüger: Corona-Fallen über E-Mail und Telefon

Die Corona-Krise mit ihren weitreichenden Folgen in allen gesellschaftlichen Bereichen beschäftigt uns alle und wird es auch noch eine Weile tun. Es gibt aber auch Menschen, die aus der großen Verunsicherung durch die Krise Profit schlagen wollen. Die Verbraucherzentralen warnen vor Betrügern und rufen zu erhöhter Vorsicht auf. Wir haben Verhaltenstipps für Sie zusammengetragen, damit Sie nicht auf die Masche der Kriminellen hereinfallen.

Betrüger verfolgen häufig zwei Wege: Zum einen handelt es sich um gefälschte E-Mails, sogenannte Phishing Mails, die offiziellen Schreiben von Banken sehr ähnlich sehen. Die Kunden sollen persönliche Daten angeben, beispielsweise um ihre Identität zu bestätigen. Der vorgegebene Grund: Die Banken wollten angeblich in Corona-Zeiten per Chat in Verbindung bleiben.

Zum anderen rufen immer mehr Betrüger direkt bei ihren potenziellen Opfern an und versuchen, Daten gleich am Telefon zu erlangen. Sie geben sich dabei als Bankberater oder auch als Angehöriger aus, der durch die Krise in Geldschwierigkeiten gekommen ist.

Auf welchem Weg auch immer Sie in Kontakt mit mutmaßlichen Betrügern kommen – seien Sie sehr vorsichtig mit der Herausgabe von persönlichen und sensiblen Daten!

Banken fragen nicht nach sensiblen Daten

Seriöse Institutionen und ihre Mitarbeiter fragen nicht per E-Mail oder Telefon nach persönlichen Daten wie Ihrer PIN und Passwörtern. Seien Sie also skeptisch, wenn man Sie zur Herausgabe Ihrer Daten auffordert. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie E-Mails und Telefonate besser einschätzen können und was Sie auf jeden Fall beachten sollten.

So erkennen Sie verdächtige E-Mails:

  • Seriosität des Absenders: Wenn Sie eine E-Mail bekommen, sollten Sie eines immer zuerst prüfen: Wer ist der Absender? Erscheint er seriös? Prüfen Sie ganz genau die Absender-Adresse. Diese ist oft sehr ähnlich zu einer Original-Adresse der Institution, unterscheidet sich aber doch durch Kleinigkeiten, zum Beispiel durch einen fehlenden Buchstaben.
  • Anrede: Ein weiteres Indiz ist die Anrede. Gefälschte E-Mails beginnen oft mit ‚‚Sehr geehrte Damen und Herren‘‘ anstatt Sie mit Ihrem Namen anzusprechen. Vergleichen Sie die Begrüßungsformel am besten mit früheren E-Mails, die Sie vom Absender bekommen haben.
  • Linkprüfung: Klicken Sie nicht auf uneindeutige Links. Bevor Sie einen Link öffnen, überprüfen Sie das Linkziel. Fahren Sie dafür mit der Maus über den Link oder halten Sie den Finger länger auf den Link, wenn Sie die E-Mail auf dem Smartphone lesen. Schauen Sie genau hin, denn oft ändern die Betrüger nur einen Buchstaben, um möglichst nahe an der Original-Website zu bleiben. Wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt, klicken Sie nicht auf den Link. Das gilt auch, wenn Sie sich unsicher sind – im Zweifel ist es immer besser, den Link nicht zu öffnen. Am besten öffnen Sie die Original-Website und suchen dort nach den Informationen.

Wenn Sie eine verdächtige E-Mail von der OLB erhalten, melden Sie sich bitte bei uns über spam@olb.de. Am besten löschen Sie die E-Mail anschließend sofort.

Das sollten Sie bei Anrufen beachten

Viele Menschen reagieren nervös auf die Corona-Krise. Betrüger wollen das ausnutzen und über Telefon sensible Daten erlangen oder dubiose Deals abschließen. Behalten Sie die folgenden Punkte im Hinterkopf, um nicht auf Kriminelle hereinzufallen:

  • Zeitdruck: Am Telefon versuchen Betrüger oft, mit Zeitdruck ihre Opfer zu verunsichern und so Informationen zu erlangen. Ein Angebot sei beispielsweise nur bei sofortigem Abschluss gültig. Ein seriöser Anbieter würde Ihnen jedoch vor finanziellen Entscheidungen Bedenkzeit geben. Gehen Sie also nicht auf diesen Druck ein.
  • Beratungsprotokoll: Wenn Banken und Finanzdienstleister Ihnen Produkte empfehlen, sind sie dazu verpflichtet, neben den Vorteilen auch die Risiken anzusprechen. Damit Sie die Punkte noch einmal prüfen können, muss der Berater ein Protokoll anfertigen, in dem Sie alle Informationen finden und für sich noch einmal durchgehen können. Nutzen Sie dieses Angebot immer, um voreilige Entscheidungen zu vermeiden.
  • Verbotener Telefonkontakt: Generell gilt: Über Telefon darf ein Berater keinen ersten Kundenkontakt herstellen. Wenn Sie die Person nicht kennen, legen Sie also am besten gleich wieder auf.

Fazit: Gehen Sie vorsichtig mit Ihren persönlichen Daten um und lassen Sie sich nicht vorschnell zu Vertragsabschlüssen überreden. Seien Sie im Zweifel lieber zu vorsichtig als zu nachsichtig.

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