Ratgeber

Mit Fondssparen ins Wertpapiergeschäft einsteigen

Am 07.03.2019 veröffentlicht von der Blog-Redaktion der OLB

Veröffentlicht in

Marketingmitteilung

Fondssparen – der Einstieg ins Wertpapiergeschäft

Der klassische Dauerauftrag zugunsten eines Sparkontos ist jedem Anleger bekannt. Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus gehen die Renditen hier gegen Null oder sind sogar negativ. So geht selbst die Europäische Zentralbank (EZB) in ihren Schätzungen davon aus, dass erst in 2019 der Dreimonatszins (Euribor) den Wert von 0% erreicht. Aktuell steht dieser bei minus 0,307% (Stand 25.01.2019 – Quelle: https://de.euribor-rates.eu/euribor-zinssatz-3-monate.asp). Alternativ zum klassischen Sparvertrag kann ein „Dauerauftrag“ auch zugunsten eines Wertpapierdepots erteilt werden. Zugunsten dieses Depots werden dann institutsabhängig für Beträge schon ab mtl. 25,00 Euro Fonds-Anteile, die für die langfristigen Ziele des Anlegers geeignet sind, gekauft. Ein jederzeitiger Verkauf der Fondsanteile ist ebenso möglich.

Flexibilität besteht sowohl hinsichtlich der Höhe des monatlichen Sparbetrags, der Sparintervalle, des Anlagetermins als auch im Hinblick auf die Anlagedauer. Eine Dynamisierung – eine automatische Erhöhung der Sparrate um einen festgelegten Prozentsatz – kann ebenfalls integriert werden. Des Weiteren kann sich der Anleger innerhalb eines großen Angebots von Fonds für den Fonds entscheiden, der seinem persönlichen Risikoprofil entspricht. Dabei besteht außerdem die Möglichkeit, zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds mit automatischer Wiederanlage zu wählen.


Beispiel eines Fondssparplans

  • Mindest-Sparbetrag: 25,- € pro Fonds*
  • Spar-Intervalle: monatlich, 2-monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich
  • Anlagetermin: wahlweise 1. oder 15. des Monats
  • Dynamisierung**: 1-5 % oder 10 % zu Anfang oder Mitte des Jahres möglich

* Abweichende Anlagesummen sind auf Fondsebene möglich.
** Der Begriff „Dynamisierung“ bedeutet bei einem Fondssparplan, dass die jeweilige Sparrate jährlich automatisch zum vereinbarten Termin um den vereinbarten Prozentsatz erhöht wird. Z. B. bei einer Sparrate von 100,- EUR und einer Dynamisierung um 3 % erhöht sich die Sparrate beim ersten Erreichen des Termins auf 103,- EUR und in den Folgejahren auf 106,09 EUR, 109,27 EUR usw.


Das Ziel: Durch regelmäßiges Sparen Vermögen aufbauen.

Ein Fondssparplan ist also ein geeignetes Instrument für den Einstieg in die Wertpapieranlage. Zum einen können Anleger mit kleinem Geldbeutel erste Erfahrungen im Wertpapierbereich sammeln, zum anderen bietet er auf langfristige Sicht ein attraktives Renditepotenzial. Die Kurse können jedoch relativ stark schwanken und es kann zu Kursverlusten kommen. Um dieses Risiko zu reduzieren, kann ein monatlicher Sparbetrag ab 50,00 Euro auch auf verschiedene Fonds aufgeteilt werden.

Fondssparen kann auch für den Aufbau der Altersvorsorge genutzt werden. Dafür eignen sich vor allem aktiv gemanagte Fonds und passive ETFs (Exchange Traded Funds – Indexfonds), die sich rein nach einem Index richten. Fondssparpläne zeichnen sich für die Altersvorsorge dadurch aus, dass sie einfach, bequem und zum Teil kostengünstiger als die klassische Altersvorsorge durch Versicherungen sind. Entscheidend hierbei ist der Zeitraum bis zum Ruhestand. Als Faustformel gilt: Je größer dieser Zeitraum ist, desto höher darf die Aktienquote sein, denn zwischenzeitliche negative Kursschwankungen können dann besser über einen längeren Zeithorizont „ausgesessen“ werden. Wenn dann Kapitalbedarf zu Anfang bzw. innerhalb der Ruhestandsphase besteht, kann die Aktienquote selbstverständlich auch wieder reduziert werden.

Renditeerzielung: Durchschnittskosten und Zinseszins

Wer in Zeiten noch länger niedriger Zinsen eine attraktive Rendite erzielen möchte, kommt an einer Anlage in Aktien bzw. einem Teil in Aktien nicht vorbei (so z. B. Bankhaus Metzler: Aktien sind unverzichtbarer Anlagebestandteil, 17.04.2017). Die Börsen sind jedoch von Auf- und Abwärtsbewegungen geprägt. Besonders Phasen anhaltender Kursrückgänge und schwacher Gesamtmärkte, als Baisse oder Bärenmarkt bezeichnet, hält viele Anleger davon ab, ihr Vermögen in Wertpapiere anzulegen bzw. Vermögen durch eine Wertpapieranlage aufzubauen. Doch es gibt eine Möglichkeit, um Schwächeperioden an den Aktienmärkten zu trotzen und zusätzlich das Timing-Problem (Wahl des richtigen Einstiegszeitpunktes) zu umgehen. Anleger können hier von zwei Effekten profitieren. Zum einen vom Durchschnittskostenprinzip (Cost-Average-Effekt) und zum anderen vom Zinseszinseffekt.

Das Durchschnittskostenprinzip: Bei einer regelmäßigen Anlage einer bestimmten Summe (Preismethode) in Investmentfondsanteile, erwirbt der Anleger automatisch bei einem höheren Ausgabepreis weniger Anteile, bei einem niedrigeren Preis mehr Anteile. Hieraus ergibt sich bei vorübergehenden Kursschwächen ein insgesamt geringerer Durchschnittspreis. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht dieses Prinzip (Quelle: AnlegerPlus, Systematisch antizyklisch investieren, 10.2016, S. 57; Berechnung ohne Kosten). Ein Anleger kauft jeden Monat über einen Zeitraum von 12 Monaten für 100,00 EUR Anteile. Die Ausgabepreise pro Anteil schwanken innerhalb des Zeitablaufs zwischen 80,00 EUR und 170,00 EUR. Der durchschnittliche Fondspreis beträgt 120,00 EUR (1.440 EUR / 12 Monate). Der Anleger hat seine Anteile hingegen zum durchschnittlichen Anteilspreis von nur 114,89 EUR erworben (1.200,00 EUR / 10,445 Anteile = 114,89 EUR). In diesem Beispiel ergibt sich so ein Vorteil von 5,11 EUR pro Anteil für den Sparer. Im Gegensatz zu einzelnen Aktien können bei Fonds und ETFs nicht nur ganze Stücke (Anteile), sondern auch Bruchstücke eines Anteils erworben werden.

Der Zinseszinseffekt: Bei thesaurierenden Fonds – also Fonds, bei denen die Erträge nicht ausgeschüttet sondern wiederangelegt werden – kommt der Zinseszinseffekt zum Tragen. Die Anlagebasis erhöht sich jedes Jahr um die angefallenen, gutgeschriebenen Ausschüttungen. Je höher die Rendite, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt. Bei ausschüttenden Fonds kann der Effekt durch einen Wiederanlageauftrag geschaffen werden.

Fazit

Ist der Anleger bereit, ein gewisses Maß an Risiko und Anlagedauer einzugehen, um eine bessere Rendite als im Einlagenbereich zu erzielen, ist ein Fondssparplan eine hervorragende Alternative. Disziplin und gute Nerven sollten hierfür die Basis sein, damit ein langfristiger Anlagehorizont gerade in Phasen sinkender Märkte und privater Investitionspläne eingehalten werden kann.

Des Weiteren besteht eine große Auswahlmöglichkeit innerhalb des Fondsangebots, mit der der Anleger im Rahmen seines persönlichen Risikoprofils eine Anlagestrategie entwickeln kann.

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Kurzübersicht – Chancen und Risiken

Chancen / Vorteile

 Risiken


  • Flexibilität hinsichtlich mtl. Sparbetrags (möglich ab 25,00 EUR), Sparintervall, Anlagetermin und Anlagedauer


  • Je nach Betrachtungszeitraum kann bei kontinuierlich steigenden Kursen die Einmalanlage zu Beginn dem Sparplan überlegen sein


  • Cost-Average-Effekt
  • Zinseszinseffekt
  • Umgehen des Timing Problems (= Wann ist der richtige Einstiegszeitpunkt?)


  • Je nach Betrachtungszeitraum kann bei kontinuierlich steigenden Kursen die Einmalanlage zu Beginn dem Sparplan überlegen sein


  • Einstieg ins Wertpapiergeschäft für unerfahrene Anleger


  • Aktien bieten auf lange Sicht ein Renditepotenzial, Kurse können jedoch schwanken und es kann zu Kursverlusten kommen


  • Breite Streuung durch die Anlage in einem Investmentfonds


  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondswertes kann erhöht sein

 

Wichtige Hinweise

Marketingmitteilung

Diese Publikation ist eine Marketingmitteilung der Oldenburgische Landesbank AG im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes.

Kein Angebot, keine Beratung

Diese Information enthält kein Angebot zum Erwerb oder zur Zeichnung der darin genannten Wertpapiere oder zum Erwerb der darin genannten Wertpapierdienstleistung und auch keine Einladung zu einem solchen Angebot. Die geäußerten Meinungen geben unsere aktuelle Einschätzung wieder, die sich auch ohne vorherige Bekanntmachung ändern kann. Diese Information kann eine auf die individuellen Verhältnisse des Anlegers und seine Anlageziele abgestellte Beratung nicht ersetzen.

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