OLB weiter auf erfolgreichem Wachstumskurs in den ersten neun Monaten 2023

Ergebnis vor Steuern steigt um 13,8 Prozent auf 223,0 Millionen Euro

Oldenburg, 08.11.2023
Zusammenfassung
  • Ergebnis vor Steuern steigt um 13,8 Prozent auf 223,0 Millionen Euro

  • Cost-Income-Ratio verbessert auf 38,8 Prozent

  • Eigenkapitalrendite mit 14,7 Prozent auf konstant hohem Niveau

  • Risikovorsorge wie erwartet auf normalisiertem Niveau

  • Neues Rekordergebnis beim Jahresüberschuss für 2023 erwartet

Die Oldenburgische Landesbank AG („OLB“ oder „Bank“) setzte ihren erfolgreichen Wachstumskurs in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 fort. Per 30. September 2023 stieg das Ergebnis vor Steuern auf 223,0 Millionen (Mio.) Euro; dies entspricht einem Anstieg um 13,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: 195,9 Mio. Euro). Das Nachsteuerergebnis wuchs um 7,6 Prozent auf 151,0 Mio. Euro (Vorjahr: 140,3 Mio. Euro).


„Wir setzen den positiven Trend der vergangenen Jahre erfolgreich fort und streben an, unser Ergebnis für das Gesamtjahr nochmals zu steigern“, sagt Stefan Barth, CEO der OLB, „dies bestätigt die Stärke und hohe Profitabilität unseres Kerngeschäftes und unsere Strategie der diversifizierten Geschäftsfelder.“


Ausbau des Kundengeschäfts


Als Teil ihrer Strategie hat die OLB ihr Kundengeschäft in den Segmenten Private & Business Customers und Corporates & Diversified Lending ausgebaut. Das gesamte Kreditvolumen wuchs auf 19,0 Milliarden (Mrd.) Euro (Vorjahr: 18,1 Mrd. Euro). Den marktbedingten Rückgang der Nachfrage nach privaten Baufinanzierungen in Deutschland im Segment Private & Business Customers konnte die OLB durch ihr starkes Kooperationsgeschäft in den Niederlanden über die Hypothekenplattform Tulp kompensieren. Im Segment Corporates & Diversified Lending erreichte die Bank weiteres Kreditwachstum vor allem in den Spezialmärkten Acquisition Finance (AQF), Football Finance und International Diversified Lending.


Die Kundeneinlagen stiegen im Berichtszeitraum auf 16,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 15,4 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Wachstum von rund 8 Prozent und bestätigt den Fokus der Bank auf Einlagen als wesentliche Refinanzierungsquelle.


Insgesamt konnte die Bank die operativen Erträge um 11,1 Prozent auf 464,4 Mio. Euro verbessern (Vorjahr: 417,9 Mio. Euro). Gegenüber Vorjahr erhöhte sich der Zinsüberschuss deutlich um 17,2 Prozent auf 372,8 Mio. Euro (Vorjahr: 318,1 Mio. Euro).


Die Bank behält ihr konsequentes Kostenmanagement bei. Der Personalaufwand verringerte sich leicht auf 104,0 Mio. Euro (Vorjahr: 105,6 Mio. Euro). Insgesamt betrugen die operativen Aufwendungen 197,9 Mio. Euro (Vorjahr: 185,2 Mio. Euro); diese beinhalteten Kosten für die geplante Integration der Degussa Bank in Höhe von 17,9 Mio. Euro, sodass erwartete Synergieeffekte zeitnah nach dem Closing des Erwerbs realisiert werden können. Ohne diesen Kosteneffekt sind die operativen Aufwendungen gegenüber Vorjahr um 2,8 Prozent gesunken.


Die OLB erwartet die Zustimmung der Aufsichtsbehörden zur Degussa Bank-Transaktion im ersten Quartal 2024. Durch den Zusammenschluss mit der Degussa Bank wird die OLB mit einer Bilanzsumme von mehr als 30 Mrd. Euro voraussichtlich in die Beaufsichtigung der Europäischen Zentralbank (EZB) übergehen. Auf diese Entwicklung bereitet sich die Bank bereits intensiv vor.


Das Kreditportfolio der OLB ist gut diversifiziert und von hoher Qualität. Wie erwartet normalisierte sich der Risikovorsorgebedarf nach den niedrigen Vorjahren auf 31,7 Mio. Euro (Vorjahr: 19,4 Mio. Euro). Dieses entspricht Risikokosten in Höhe von 23 Basispunkten (Vorjahr: 15 Basispunkte). In den Risikokosten spiegeln sich bereits methodische Änderungen bei der Ermittlung der AQF-Risikovorsorge wider, die die OLB im Kontext einer laufenden BaFin/Bundesbank-Prüfung und mit Blick auf den bevorstehenden potenziellen Übergang in die EZB-Beaufsichtigung vorgenommen hat. Die Quote der notleidenden Engagements betrug 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent).


Anhaltend starke Ertrags- und Renditekennzahlen


Bereinigt um die Kosten im Zusammenhang mit der Integration der Degussa Bank verbesserte sich die Cost-Income-Ratio im Jahresvergleich auf 38,8 Prozent. Inklusive dieses Einmaleffekts belief sich die Cost-Income-Ratio auf 42,6 Prozent (Vorjahr: 44,3 Prozent). Auf einer deutlich höheren Kapitalbasis lag die Eigenkapitalrendite nach Steuern ohne die Transaktionskosten und unter nur anteiliger Berücksichtigung der Bankenabgabe bei 14,7 Prozent, einschließlich dieser Effekte bei 13,5 Prozent (Vorjahr: 14,3 Prozent).


Ihre Kapital- und Liquiditätsausstattung steuerte die Bank gezielt auf hohem Niveau. So lag die Liquidity-Coverage-Ratio mit 177 Prozent (31. Dezember 2022: 174 Prozent) deutlich oberhalb der Mindestanforderungen von 100 Prozent. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) erhöhte sich auf 14,7 Prozent (31. Dezember 2022: 13,6 Prozent) und lag angesichts der Finanzierung der Degussa Bank-Integration bewusst über dem Mittelfristziel von mehr als 12,25 Prozent. Die risikogewichteten Aktiva beliefen sich auf 9,6 Mrd. Euro (31. Dezember 2022: 9,4 Mrd. Euro). „Unsere Rentabilität ist auch im Branchenvergleich überdurchschnittlich und unsere Kapitalbasis ausgesprochen robust“, sagt Dr. Rainer Polster, CFO der OLB, „damit kann unsere weitere erfolgreiche Entwicklung auf einem sehr soliden Fundament aufbauen.


Neues Rekordergebnis nach Steuern erwartet


Die OLB ist unverändert auf einen möglichen Börsengang vorbereitet. Die Entscheidung darüber, ob und wann ein Börsengang erfolgen würde, hängt von den Marktgegebenheiten und der Entscheidung der Gesellschafter der Bank ab.


Für das gesamte Geschäftsjahr 2023 bestätigt die OLB ihre Erwartung eines neuen Rekordergebnisses von mehr als 200 Mio. Euro nach Steuern

Über die OLB

Die OLB ist eine Universalbank mit bundesweiter Präsenz in Deutschland und mehr als 150-jähriger Geschichte in Nordwestdeutschland. Unter den Marken OLB und Bankhaus Neelmeyer betreut sie persönlich und über digitale Kanäle rund eine Million Kundinnen und Kunden in den zwei strategischen Geschäftsfeldern Private & Business Customers sowie Corporates & Diversified Lending. Das Institut verfügt über ein Netz von bundesweit 80 Filialen und beschäftigt rund 1.700 Mitarbeitende.

Mit einer Bilanzsumme von über 30 Mrd. Euro wurde die OLB Anfang 2025 zu einem bedeutenden Finanzinstitut und wird seither direkt von der Europäischen Zentralbank beaufsichtigt. Seit Januar 2026 gehört die OLB zur TARGO Deutschland GmbH und ist damit Teil der genossenschaftlichen Crédit Mutuel Alliance Fédérale, einer der größten und finanzstärksten Bankengruppen Europas.

Besuchen Sie uns auch unter www.olb.de und www.neelmeyer.de sowie auf Facebook, Instagram und YouTube.