OLB setzt mit Kauf der Degussa Bank profitablen Wachstumskurs fort
Strategische Erweiterung der Retailpräsenz in Deutschland um circa 340.000 Kunden
Zusammenfassung
Strategische Erweiterung der Retailpräsenz in Deutschland um circa 340.000 Kunden
Kaufpreis von 220 Mio. Euro auf Basis eines zum Closing harten Kernkapitals (CET1) von 357 Mio. Euro; Transaktion wird aus bestehenden Mitteln finanziert
Nach dem voraussichtlichen Closing um die Jahresmitte 2023 sollen Kosten- und Kapitalsynergien zeitnah gehoben werden
Transaktion soll sich positiv auf das Ergebnis je Aktie sowie die Eigenkapitalrendite auswirken und die Fähigkeit der OLB stärken, mittelfristig eine Eigenkapitalrendite (nach Steuern) am oberen Ende der angestrebten Spanne zwischen 13 und 15 Prozent zu erreichen
Mittelfristiges Ziel einer harten Kernkapitalquote (CET1-Quote) von mindestens 12,25 Prozent sowie alle anderen mittelfristigen Ziele der OLB bleiben bestehen
Die Oldenburgische Landesbank AG („OLB“) hat heute eine Vereinbarung über den Kauf der Degussa Bank AG („Degussa Bank“) unterzeichnet. Die geplante Übernahme passt strategisch sehr gut zum profitablen Wachstumskurs der OLB. Der regionale Retailkundenfokus der Degussa Bank auf Industrie- und Wirtschaftszentren in West- und Süddeutschland ist komplementär zur Kernpräsenz der OLB im Norden Deutschlands und erweitert das deutschlandweite Privatkundengeschäft der OLB. Mit Vollzug der Übernahme wird die OLB ihren Kundenstamm um circa 340.000 Kunden erweitern. Zudem eröffnet die Transaktion der OLB die Möglichkeit, ihr Angebot durch die innovative Technologie des digitalen Bank-Shops der Degussa Bank und deren Leistungsspektrum für Partnerunternehmen zu ergänzen.
„Die geplante Übernahme der Degussa Bank ist ein weiterer Meilenstein auf unserem profitablen Wachstumskurs,“ sagt Stefan Barth, CEO der OLB. „Die Degussa Bank ergänzt unser Geschäftsmodell hervorragend. Zusammen können wir unser Geschäft deutschlandweit deutlich ausbauen und unser Produktportfolio erweitern. Von der geplanten Übernahme werden Kunden, Mitarbeiter und auch alle weiteren Stakeholder profitieren.“
Dr. Christian Olearius, einer der Hauptgesellschafter der Degussa Bank, sagt: „Den Eigentümern ist die Entscheidung für den Verkauf der Degussa Bank nicht leicht gefallen. Sie danken Vorstand und Mitarbeitern sowie den eingeschalteten Beratern für die konstruktive Begleitung des anspruchsvollen Verkaufsprozesses. Den Hauptgesellschaftern ist es wichtig, eine abschließende und gute Lösung für die anstehenden Herausforderungen gefunden zu haben.“
Michael Krupp, CEO der Degussa Bank, sagt: „Mit der OLB haben wir den passenden Eigentümer gefunden, der es uns ermöglicht, unser Potenzial auszuschöpfen und unser Geschäft skalierbarer und effizienter für die Zukunft aufzustellen. Wir freuen uns darauf, mit den Kolleginnen und Kollegen der OLB zusammenzuarbeiten.“
Die Degussa Bank bietet Privat- und Geschäftskunden ein breites Angebot an Finanzprodukten. Als einzige Worksite-Bank Deutschlands betreibt sie Bankfilialen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf dem Betriebsgelände ihrer Partnerunternehmen und berät zudem über ihren innovativen digitalen Bank-Shop. Mit rund 500 Vollzeitstellen betreut die Bank derzeit Kundeneinlagen in Höhe von 5,0 Mrd. Euro. Mit dem Erwerb der Degussa Bank folgt die OLB ihrer langfristigen Strategie, ihr organisches Wachstum durch gezielte Akquisitionen zu ergänzen.
Finanziell attraktive Transaktion
Aufbauend auf ihren Erfahrungen mit vorangegangenen Akquisitionen hat die OLB ein erhebliches Potenzial für Kostensynergien identifiziert, das sie zügig nach Abschluss der Transaktion heben will. Auf Basis dieser Kostensynergien sowie der geringen Komplexität des Geschäftsmodells der Degussa Bank erwartet die OLB, das kombinierte Unternehmen mittelfristig auf das angestrebte Kosten-Ertrags-Verhältnis von circa 40 Prozent zu bringen.
Zudem wird erwartet, dass die Kundeneinlagen der Degussa Bank in Höhe von 5,0 Mrd. Euro die Entwicklung der OLB begünstigen und die Refinanzierungsmöglichkeiten verbreitern werden. Dementsprechend soll die Transaktion die Fähigkeit der OLB stärken, mittelfristig eine Eigenkapitalrendite („RoE“) nach Steuern am oberen Ende der Zielspanne von 13 bis 15 Prozent zu erreichen.
Die Vertragsparteien haben sich auf einen Kaufpreis von 220 Mio. Euro für die Degussa Bank geeinigt, der zum Closing einem harten Kernkapital (CET1) in Höhe von 357 Mio. Euro gegenüberstehen wird. Daraus ergibt sich für die OLB ein negativer Goodwill in Höhe von 137 Mio. EUR. Die Degussa Bank wird über erhebliche Kapitalüberschüsse verfügen, welche die OLB für weiteres organisches Wachstum nutzen kann. Die OLB plant, die Akquisition aus bestehenden Ressourcen und Kapitalsynergien zu finanzieren, ohne zusätzliches Kapital zu benötigen. Das strategische Mittelfristziel für die CET1-Quote von mindestens 12,25 Prozent sowie alle anderen Mittelfristziele der OLB bleiben wie bisher kommuniziert bestehen.
Freigaben
Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und behördlichen Genehmigungen, einschließlich der Genehmigung der Bankenaufsicht.
Über die OLB
Die OLB ist eine Universalbank mit bundesweiter Präsenz in Deutschland und mehr als 150-jähriger Geschichte in Nordwestdeutschland. Unter den Marken OLB und Bankhaus Neelmeyer betreut sie persönlich und über digitale Kanäle rund eine Million Kundinnen und Kunden in den zwei strategischen Geschäftsfeldern Private & Business Customers sowie Corporates & Diversified Lending. Das Institut verfügt über ein Netz von bundesweit 80 Filialen und beschäftigt rund 1.700 Mitarbeitende.
Mit einer Bilanzsumme von über 30 Mrd. Euro wurde die OLB Anfang 2025 zu einem bedeutenden Finanzinstitut und wird seither direkt von der Europäischen Zentralbank beaufsichtigt. Seit Januar 2026 gehört die OLB zur TARGO Deutschland GmbH und ist damit Teil der genossenschaftlichen Crédit Mutuel Alliance Fédérale, einer der größten und finanzstärksten Bankengruppen Europas.
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