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dpa-AFX: Devisen: Eurokurs steigt über 1,16 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch über 1,16
US-Dollar gestiegen. Im New Yorker Handel baute die Gemeinschaftswährung ihre
Gewinne noch aus, zuletzt wurden 1,1664 Dollar bezahlt. Die Europäische
Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1604 (Dienstag: 1,1546) Dollar
festgesetzt, womit der Dollar 0,8617 (0,8661) Euro gekostet hatte.

Der Euro konnte damit an die Kursgewinne vom Dienstagnachmittag anknüpfen.
Erneut enttäuschende US-Daten hatten den Dollar belastet. Die Stimmung im
Dienstleistungssektor hatte sich überraschend eingetrübt. Am Mittwoch wurden
keine wichtigen Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht.

Für Verunsicherung sorgt die anstehende Entscheidung von US-Präsident Donald
Trump zur Neubesetzung im Direktorium der Fed. Er könnte den Nachrücker nach
Ablauf der Amtszeit von Jerome Powell im Mai 2026 auch zum Notenbankchef
ernennen. Trump hat angekündigt, dass er nur einen Nachfolger ernennen wird, der
sich für niedrige Zinsen ausspricht. Auch die Zollpolitik sorgt weiterhin für
Verunsicherung. So hat Trump ein Dekret unterzeichnet, laut dem zusätzliche
Zölle gegenüber Indien in Höhe von 25 Prozent erhoben werden. Damit steigt der
Zollsatz für viele indische Produkte auf insgesamt 50 Prozent.

Unerwartet schwache Konjunkturdaten aus Deutschland belasteten den Euro
nicht. Die Auftragseingänge in der Industrie waren im Juni erneut gefallen.
Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg erwartet. "Besonders auffällig war der
Rückgang der Aufträge aus dem Ausland außerhalb der Eurozone, was ein Indiz für
wirkende US-Zölle sein könnte", kommentierte Vincent Stamer, Volkswirt bei der
Commerzbank. "Insgesamt liegen die Auftragseingänge damit wieder auf dem Niveau
zu Beginn des Jahres und enttäuschen erneut die Hoffnungen auf eine nachhaltige
Erholung in der deutschen Industrie."/jsl/he/ajx/he

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