dpa-AFX: Knorr-Bremse senkt wegen starkem Euro Umsatzprognose
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Lkw- und Zugbremsenspezialist Knorr-Bremse
hat seine Umsatzerwartung für das laufende Jahr gesenkt. Dabei
belasteten die Folgen des starken Euro, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in München mit. Die Ergebnisprognose sowie
die Aussichten für den freien Mittelzufluss bestätigte Knorr-Bremse. Im zweiten
Quartal stagnierte der Umsatz bei rund zwei Milliarden Euro. Das bereinigte
Ergebnis vor Steuern verbesserte sich hingegen um vier Prozent auf 262 Millionen
Euro. Der Auftragseingang war leicht rückläufig.
Im ersten Halbjahr konnte das Zuggeschäft zulegen, während die Lkw-Sparte
unter einem schwachen Marktumfeld in Nordamerika litt. Das Nachmarktgeschäft
entwickelte sich den Angaben zufolge weiter robust. Per Ende Juni kann
Knorr-Bremse auf ein Auftragspolster von 7,3 Milliarden Euro blicken, ein Plus
von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für die weitere
Geschäftsentwicklung erwartet das Unternehmen positive Effekte aus dem
Investitionsprogramm der deutschen Bundesregierung. "Zudem sind wir
zuversichtlich, die angekündigten US-Zölle kompensieren zu können", erklärte
Finanzvorstand Frank Weber./nas/zb