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dpa-AFX: ROUNDUP: Kion überrascht mit starkem Auftragseingang - Aktie gibt dennoch nach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das zweite Quartal des Gabelstapler-Herstellers Kion
ist durchwachsen ausgefallen. Während Umsatz und Profitabilität
etwas hinter den Markterwartungen zurückblieben, konnten die Frankfurter sich
über überraschend viele Aufträge freuen. Dabei verzeichnete das lange Zeit
kränkelnde Geschäft mit Lagertechnik und Lieferkettenlösungen in den drei
Monaten bis Ende Juni einen Rekordauftragseingang, wie das Unternehmen am
Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Der im MDax gelistete Konzern
bestätigte seine Jahresprognose. Der Aktienkurs gab dennoch nach.

Während Analysten die verfehlten Erwartungen bei Umsatz und operativem
Gewinn nicht so kritisch sahen, waren die Anleger enttäuscht. Die Aktie verlor
gut zwei Prozent auf 51,10 Euro. Sie bewegt sich damit weiterhin in dem Korridor
der vergangenen Wochen. Zuvor hatte sie sich wieder aufwärts gearbeitet,
ausgehend vom im April erreichten Tief angesichts des Zoll-Schocks. Seit
Jahresbeginn steht momentan ein Kurszuwachs von rund 60 Prozent zu Buche.

Er sei nicht allzu besorgt angesichts der unterschrittenen Umsatz- und
Gewinnerwartungen, notierte Bernstein-Analyst Philippe Lorrain. Die Gründe dafür
lägen schließlich nicht nur im Tagesgeschäft, sondern auch an Verwaltungs- und
Bilanzierungseffekten. Sein Kollege Akash Gupta von JPMorgan verwies zudem auf
Gegenwind durch Währungseffekte.

Gupta merkte stattdessen lobend an, dass Kion die zuvor gestiegenen
Erwartungen nun nochmal deutlich übertroffen habe. Dies sei ein wichtiger
positiver Aspekt im Quartalsbericht und unterstütze die Erholung des Marktes für
Lagerautomatisierung. Die Markterwartungen an den Auftragseingang waren
gestiegen, nachdem Kion vor einigen Wochen gegenüber Analysten eine starke
Nachfrage signalisiert hatte.

Der Auftragseingang von Kion stieg im zweiten Quartal gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel auf 3,5 Milliarden Euro. Der Umsatz sank
derweil um knapp 6 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, was Kion mit der zu
Jahresbeginn noch schleppenden Auftragslage begründete.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging
um 14 Prozent auf 189 Millionen Euro zurück. Auf die Aktionäre entfiel mit 94
Millionen Euro über ein Drittel mehr an Gewinn, was an geringeren Zins- und
Steuerzahlungen lag./lew/men/mis

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