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dpa-AFX: Gewerkschaft wirft Jungheinrich 'Tabubruch' vor

HAMBURG/LÜNEBURG (dpa-AFX) - Die Industriegewerkschaft Metall wirft dem
Hamburger Gabelstaplerhersteller Jungheinrich wegen der geplanten
Werksschließung in Lüneburg einen "Tabubruch" vor. Das geht aus einer Mitteilung
der Gewerkschaft hervor. "Die Jungheinrich AG verfolgt ihr ehrgeiziges Ziel, den
Umsatz bis 2030 nahezu zu verdoppeln, auf dem Rücken der Beschäftigten", sagte
der zuständige Gewerkschaftssekretär Ole Drewes laut Mitteilung. Jungheinrich
sei ein hochprofitables Unternehmen, das sich seiner sozialen Verantwortung
entziehe.

Jungheinrich will sparen und wachsen

Jungheinrich hatte Mitte des Monats ein Sparprogramm verkündet, das die
Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken soll. Der börsennotierte
Hersteller will weltweit 1.000 Stellen abbauen. Das Werk in Lüneburg mit rund
380 Beschäftigen soll bis 2027 geschlossen werden. Auch in Norderstedt und in
der Hamburger Zentrale werden demnach Stellen wegfallen. Das Unternehmen kappte
zudem seine Prognose für 2025.

Im Geschäftsjahr 2024 hatte Jungheinrich einen Überschuss von 289 Millionen
Euro erzielt - 3,3 Prozent weniger als 2023. Der Umsatz lag bei etwa 5,4
Milliarden Euro. Anfang Mai hatte sich Jungheinrich ehrgeizige Wachstumsziele
gesetzt: Bis 2030 will das Unternehmen zehn Milliarden Euro Umsatz
machen./lkm/DP/nas

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