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dpa-AFX: ROUNDUP: Deutsche-Bank-Tochter DWS auf Rekordkurs - Aktie an MDax-Spitze

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Fondsanbieter DWS hat trotz der
Turbulenzen an den Finanzmärkten im zweiten Quartal mehr Geld von Anlegern
eingesammelt. Die Nettozuflüsse summierten sich auf 8,5 Milliarden Euro, wie die
Fondstochter der Deutschen Bank am Donnerstag in Frankfurt
mitteilte. Nach einem Rekordgewinn im ersten Halbjahr sieht DWS-Chef Stefan
Hoops das Unternehmen auf Kurs, in diesem Jahr wie geplant einen Gewinn von 4,50
Euro je Aktie zu erzielen. Analysten rechneten bislang im Schnitt nur mit 4,16
Euro.

An der Börse wurden die Neuigkeiten mit Begeisterung aufgenommen. Die
DWS-Aktie gewann bis zur Mittagszeit 5,2 Prozent auf 51,75 Euro und war damit
Spitzenreiter im MDax , dem Index der mittelgroßen Werte. Seit dem
Jahreswechsel hat sie damit um fast ein Drittel zugelegt.

Im zweiten Quartal erzielte DWS Erträge von 746 Millionen Euro und damit
sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich stand ein Gewinn von
214 Millionen Euro und damit fast ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.

So konnte der Vorstand die Kosten der Gesellschaft weiter senken: Sie
zehrten nur noch 59,2 Prozent der Erträge auf. Für das erste Halbjahr liegt die
Quote bei 60,7 Prozent. Damit sieht der Vorstand DWS auf gutem Weg, das
Verhältnis von Kosten zu Erträgen auch im Gesamtjahr wie geplant unter 61,5
Prozent zu drücken. Im Vorjahr hatte es noch bei 65,4 Prozent gelegen.

In den vergangenen Jahren musste sich die DWS Ermittlungen wegen
Greenwashing-Vorwürfen stellen - und zahlte deshalb Millionensummen in den USA
und in Deutschland. Zudem erwies sich eine IT-Umstellung als deutlich
aufwendiger als gedacht. Doch inzwischen scheinen die Probleme bewältigt.

"Unsere Zahlen sind kein einmaliger Aufschwung", sagte Vorstandschef Hoops.
Sie seien vielmehr das Ergebnis "systematischer und manchmal schwieriger
Optimierungen", die das Geschäft langfristig umgestaltet hätten. Damit habe die
DWS die Weichen gestellt, um ihr Ziel für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr zu
erreichen und Wachstum in den Jahren 2026 und 2027 zu gewährleisten./stw/nas/mis

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