Bargeldlose und kontaktlose Zahlungen sind der neue Standard: Wie Händler von diesem Trend profitieren können

  • Oldenburg, 05. Januar 2021

Wegen der Corona-Pandemie heißt das bevorzugte Zahlungsmittel derzeit oft Karte statt Bargeld, das belegen zahlreiche Studien und Analysen. Für den stationären Einzelhandel konstatierte das Handelsinstitut EHI im November, dass Bargeldtransaktionen im Jahr 2020 knapp 28 Milliarden Euro einbüßen werden, was einen Rückgang des Umsatzanteils von 5,3 Prozent bedeutet. Laut EHI deuten die aktuellen Entwicklungen darauf hin, dass der Transfer zur Kartenzahlung nachhaltig sein wird und in den nächsten Jahren ein stetiges Wachstum von digitalen Bezahllösungen zu erwarten sei. Im Handel ist vor allem das kontaktlose und mobile Bezahlen populär, weil es nicht nur schnell und sicher, sondern auch hygienisch ist. So werden bei Mastercard in Europa bereits 80 Prozent der Zahlungen kontaktlos durchgeführt. 

Basis für das kontaktlose Bezahlen ist die sogenannte Near-Field-Communications-Technologie, kurz NFC, die in die Kassenterminals sowie in die Chips der Debit- und Kreditkarten integriert ist. Diese überträgt über maximal vier Zentimeter Distanz Daten per Funk. Beträge bis zu 50 Euro können so ohne PIN-Eingabe und Unterschrift bargeldlos bezahlt werden.   

Laut einer repräsentativen Umfrage der GfK im Auftrag von Mastercard zahlen inzwischen 58 Prozent der Deutschen kontaktlos. Und dies tun sie sehr regelmäßig: Drei Viertel zahlen mindestens einmal in der Woche kontaktlos, fast jeder Fünfte (19 Prozent) mindestens einmal pro Tag. 76 Prozent zahlten seit Ausbruch der Pandemie öfter als zuvor kontaktlos und bereits fast jeder Zweite (44 Prozent) immer, wenn möglich.

Mobiles Bezahlen liegt voll im Trend 

Auch das mobile Bezahlen mit dem Handy oder der Smartwatch findet immer größere Akzeptanz. Die Zahl der Nutzer steigt kontinuierlich an. Denn das Bezahlen mit mobilen Endgeräten bietet höchste Sicherheit und die biometrische Authentifizierung zum Beispiel mit dem Fingerabdruck geht schnell und einfach, ohne das Gerät bei der Zahlung aus der Hand zu geben oder eine PIN am Terminal eingeben zu müssen. „Auf diese Veränderungen im Bezahlverhalten müssen sich alle Beteiligten einstellen und nun die Weichen für die Zukunft stellen. Die Digitalisierung hat durch Corona nochmal einen deutlichen Schub bekommen. Digitale Zahlungen sind der neue Standard. In Zukunft werden mobile Geräte, die wir sowieso ständig bei uns tragen, zunehmend die Geldbörse ersetzen“, erklärt David Klemm, Vice President Business Development bei Mastercard.

Seit kurzem können auch Kunden der Oldenburgische Landesbank AG (OLB) kontaktlos mit ihrer Mastercard sowie Apple Pay und Google Pay per Smartphone bezahlen. Die OLB hat ihr Kartenportfolio auf Debit- und Kreditkarten von Mastercard umgestellt. Die neue Debit Mastercard der OLB, offiziell ec Karte genannt, hat den Vorteil, dass sie auch beim Online-Shopping und im Ausland eingesetzt werden kann. Auch für Mobile Payment mit dem Smartphone oder der Smartwatch lässt sich die ec Karte der OLB nutzen.  

„Wir befinden uns in einem Transformationsprozess und entwickeln uns weiter zu einer modernen und zukunftsfähigen Digitalbank Plus, die ihren Kunden kompetente Beratung und zeitgemäße Services anbietet. Hierzu gehört ganz wesentlich das Kundenerlebnis auch über digitale Kanäle zu steigern und beispielsweise einfache und sichere Mobile Payment- und 
E-Commerce-Fähigkeiten zu schaffen. Mastercard ist seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner, der mit seinen digitalen und innovativen Lösungen ideal zu unserer Weiterentwicklung passt und mit dem wir die Leistungen für unsere Kunden im Bereich der Konten und Karten optimal und zeitgemäß gestalten“, sagt Peter Karst, Generalbevollmächtigter der OLB und verantwortlich für das Privatkundengeschäft. 

So profitieren Händler

Kartenzahlung anzubieten lohnt sich auch für Händler. Wer Kartenzahlungen in seinem Geschäft anbietet, kann sich über steigende Umsätze freuen: Das liegt an mehr Spontankäufen und daran, dass auch neue Kunden gewonnen werden. Auch bei Touristen ist die Kartenzahlung beliebt. Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis. Schnellere Zahlungsabwicklung bedeutet einen höheren Durchsatz an der Kasse. Mit anderen Worten: Es können mehr Kunden in kürzerer Zeit bedient werden. Auch 49 Prozent der Verbraucher sehen laut GfK in der Schnelligkeit den größten Vorteil des kontaktlosen Zahlens. Ein weiteres Argument, das für Kartenzahlung spricht, sind die Kosteneinsparungen: Wechselgeldbeschaffung, Geld zählen, der tägliche Weg zur Bank – all das verlangt Zeit und Personal. Auch durch Transport und Sicherung entstehen Fixkosten. Diese Kosten werden von Händlern häufig übersehen. 

Der Wunsch nach digitalen Bezahllösungen seitens der Verbraucher ist in jedem Fall gegeben: 90 Prozent der Deutschen sind laut GfK-Studie der Meinung, dass die Akzeptanz von Kartenzahlungen in Geschäften als Serviceleistung dazugehören sollte. Mehr als jeder Vierte hat schon mindestens einmal ein Geschäft verlassen oder ist gar nicht erst hineingegangen, weil dort keine Kartenzahlungen oder nur Kartenzahlungen mit einem Mindestlimit akzeptiert wurden. Kunden wollen offensichtlich eine Wahlfreiheit haben. 

Auch internationale Karten freischalten lassen
Händler, die ihren Kunden die Option der bargeldlosen Kartenzahlung anbieten möchten, brauchen dafür zunächst ein Kartenlesegerät. Wer seinen Kundenkreis erweitern möchte, sollte neben der girocard auch internationale Debit- und Kreditkarten akzeptieren. Denn viele Banken wie beispielsweise die OLB geben nicht nur die girocard, sondern auch Debit- und Kreditkarten von Mastercard heraus. Daher sollten Händler darauf achten, dass ihre Kassenterminals auch für internationale Karten freigeschaltet sind. Ansonsten droht die Gefahr, dass Umsätze verloren gehen.

„Vor einigen Jahren war das Bezahlen mit Kreditkarte für den Händler noch teurer. So etwas brennt sich ein und manche kleinere Händler nehmen daher auch heute noch keine Kartenzahlung an“, erklärt David Klemm von Mastercard. Durch die EU-Regulierung sind die Gebühren für Kredit- und Debitkarten in den letzten Jahren deutlich gesunken. So wurde beispielsweise das sogenannte Interbankenentgelt für Debitkarten wie die neue ec Karte der OLB auf 0,2 Prozent des Umsatzes gedeckelt.