Das Börsenjahr 2020: Eine Einschätzung der OLB 

  • Oldenburg, 06. Januar 2020

Chefanalyst Carsten Brömstrup sieht DAX bei mehr als 14.000 Punkten

Brexit, US-Präsidentschaftswahl, Handelskonflikte: Themen mit Relevanz für die Finanzmärkte wird es auch im Jahr 2020 einige geben. Daher erwartet Carsten Brömstrup, Chefanalyst der Oldenburgische Landesbank AG (OLB), für 2020 größere Schwankungen an der Börse, aber insgesamt für Anleger ein gutes Jahr. „Bei den Anlegern sind Vorsicht und Skepsis tief verankert. Den Deutschen Aktienindex (DAX) sehen wir im Jahr 2020 bei mehr als 14.000 Punkten. Das Börsenmotto könnte lauten: ‚Mit Angst nach oben‘“, sagt Carsten Brömstrup.

Ein großer Risikofaktor für das neue Börsenjahr sind die schwelenden Handelskonflikte. Der Clinch der USA mit China oder die seitens der USA angedrohten Strafzölle auf Autoimporte aus Europa – beides könnte auf politischer Ebene gelöst werden oder eskalieren. „Wir gehen derzeit nicht von einer Eskalation aus, doch die Auswirkungen auf die Börsenkurse können sehr stark sein“, sagt Carsten Brömstrup, „zudem können jederzeit politische Eskalationen bis hin zu einem Krieg zwischen den USA und dem Iran oder Nordkorea die Szenerie verändern.“

Während es nach der grundsätzlichen Einigung zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nun um den konkreten Zeitpunkt und die inhaltliche Ausgestaltung des Brexit geht, was für Ausschläge an den Börsen sorgen kann, ist mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahl im November 2020 vor allem die nicht abschätzbare Stimmungslage von Donald Trump das Zünglein an der Waage. Generell tendierte die Börse in US-Wahljahren eher zur Stärke und an sich sollte Donald Trump auch ein Interesse an einer Lösung insbesondere des Handelskonfliktes mit China haben, um die wirtschaftliche Entwicklung der USA zu stärken. Eine Amtsenthebung dürfte ihm nach Einschätzung des OLB-Chefanalysten dabei nicht in die Parade fahren, „dafür sind die Republikaner im Senat zu stark“.

Weitere Spannungen könnten sich 2020 in der Beziehung des amerikanischen Präsidenten zur Notenbank des Landes ergeben. Während Donald Trump auf niedrigere Zinsen und einen schwächeren US-Dollar pocht, hält die US-Notenbank FED das aktuelle Zinsniveau für richtig und die Konjunktur für gut aufgestellt. „Wenn sich hier die Sichtweisen nicht annähern, steigt die Gefahr einer negativen Überraschung“, sagt Carsten Brömstrup. 

Für Deutschland ist nach wie vor nicht auszuschließen, dass die große Koalition zerbricht und Neuwahlen die politische Landschaft verändern. Hinzukommen die Beeinträchtigungen durch die Handelskonflikte. Zyklische Branchen wie Chemie und Maschinenbau dürften es dann nach Einschätzung des OLB-Experten im Jahr 2020 schwer haben. „Deutschland kristallisiert sich als Sorgenkind Europas heraus“, sagt Carsten Brömstrup.     

Fazit: Die Lage ist anspruchsvoll, aber es könnte auch zu einer Entlastungsrally kommen. Die Zinsen bleiben definitiv niedrig. Reale Werte wie Aktien, Immobilien und Gold sowie eine ausgewogene Depotstruktur sind daher für Carsten Brömstrup die Fokusthemen für 2020.

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