Mobilität der Zukunft – Volk ohne Wagen?!

  • Oldenburg, 23. November 2017

Zusammenfassung

  • OLB-Forum: Prof. Dr. Stephan Rammler referierte in Osnabrück
  • Aktuelle Entwicklungen aus der Forschung
  • Gemeinsame Veranstaltung von Hanse-Wissenschaftskolleg und Oldenburgische Landesbank AG
OLB-Forum in Osnabrück
Patrick Tessmann, Vorsitzender des Vorstands der OLB, Prof. Dr. Stephan Rammler, Referent, sowie die Leitung der OLB-Region Osnabrück/Diepholz Frank Uhlhorn, Bianca Hirschhorn und Lorenz Hofhaus
OLB-Forum in Osnabrück
Der Referent Prof. Dr. Stephan Rammler

Einen Bewusstseinswandel hinsichtlich der automobilen Zukunft hat Prof. Dr. Stephan Rammler, Institut für Transportation Design an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, gefordert. Er sprach am Donnerstag, 23. November 2017, in der OsnabrückHalle vor rund 300 Zuhörern aus der Region. Sie gehörten zu den Gästen des OLB-Forums „Wissen und Zukunft“ der Oldenburgische Landesbank AG (OLB), die diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) durchführt. 

„Ich freue mich, dass wir heute ein zukunftsweisendes Thema haben und neueste Forschungserkenntnisse zur Mobilität von morgen erfahren“, sagte Patrick Tessmann, Vorsitzender des Vorstands der OLB, in der Einführung. 

Prof. Dr. Stephan Rammler ging in seinem Vortrag auf die Zukunft des Automobils ein. Unter dem Titel „Volk ohne Wagen?!“ beleuchtete er Trends, Szenarien und Transformationsstrategien für Unternehmen sowie Regionen. Das Auto sei eines der technologisch hochwertigsten und intelligentesten Produkte der modernen Massenkultur. 
Allerdings verschlinge es ein hohes Maß nicht nur an energetischen Ressourcen, sondern auch an Ressourcen für die Herstellung selbst. Mit zunehmendem Wohlstand werde auch der Bedarf an Mobilität immer größer und damit auch der Ressourceneinsatz.

Der Mobilitäts- und Zukunftsforscher plädierte für eine andere Form von Mobilität. Erforderlich sei ein geistiger und emotionaler Perspektivwechsel: „Wir müssen uns von der bisherigen Automobilität verabschieden.“ Das sei aber kein Verzicht, sondern ein Fortschritt hin zu einer noch besseren Mobilitätswelt. Das Geburtsland des Autos solle auch dessen Neuerfindung auf den Weg bringen. Das sei ein Jahrhundertprojekt, um das es sich zu kämpfen lohne. 

Prof. Dr. Rammler erntete viel Beifall für seine Ausführungen. Im Anschluss fand eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum statt.