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Stifter im konstruktiven Austausch

  • Oldenburg, 01. September 2017

Zusammenfassung

  • Angeregte Diskussionen beim Dialog der Stiftungen
  • Kooperation von OLB-Treuhandstiftung Weser-Ems und EWE-Stiftung
  • 50 Teilnehmer aus Norddeutschland zu Gast in Oldenburg
Dialog der Stiftungen Nordwest
Gastgeber und Referenten des Dialogs der Stiftungen Nordwest 2017: (v.l.) Peter Augustin (Software AG), Karin Katerbau (OLB), Bettina Kurz (Phineo gAG), Dr. Andreas Blomenkamp (OLB), Dr. Stephanie Abke (EWE).

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Finanzielle Mittel und engagierte Menschen sind zwei der wichtigsten Elemente für die Zweckerfüllung einer gemeinnützigen Stiftung. Werden sie effizient eingesetzt, gibt es je nach Förderziel viele Profiteure: Kinder, Jugendliche und ältere Generationen beispielsweise oder die Bildung, die Kultur und die Umwelt. Was einfach klingt, kann im Detail schwierig umzusetzen sein: Was wollen und wie wirken Stiftungen zwischen Professionalität im großen und Ehrenamt im kleinen Format? Diesem Themenkomplex widmeten sich am Freitag, 1. September 2017, rund 50 Experten aus Norddeutschland. Sie waren der Einladung zum Dialog der Stiftungen Nord-West 2017 gefolgt. Den Meinungsaustausch moderierte die Oldenburger Journalistin Sabine Schicke. 

Der Dialog der Stiftungen Nord-West ist eine Veranstaltung, die die EWE Stiftung und die OLB-Treuhandstiftung Weser-Ems zum nunmehr zehnten Mal in Kooperation ausrichteten. Für die in diesem Jahr gastgebende OLB-Treuhandstiftung Weser-Ems erläuterte Dr. Andreas Blomenkamp die Bedeutung eines erfahrenen Partners in der Begleitung und Verwaltung von Stiftungen. Der ehemalige Gesellschafter von W. Fortmann & Söhne gehört seit Beginn des Jahres 2017 dem dreiköpfigen Vorstand der OLB-Treuhandstiftung Weser-Ems an. Als Generationen- und Stiftungsmanager der OLB ist er zudem kompetenter Ansprechpartner für die Gründung oder den Betrieb einer Stiftung ebenso wie für die Vermögensnachfolge und den Generationenwechsel. „Gemeinsam etwas bewegen zu können, ist eine große Motivation“, sagte Dr. Andreas Blomenkamp, „dafür braucht es Geld, Know-how und Netzwerke: Gutes Stiftungswesen ist schließlich viel mehr als der Geldtransfer vom Geber zum Nehmer.“

Zu den Initiatoren der ideen- und impulsgebenden Reihe gehört Dr. Stephanie Abke, geschäftsführender Vorstand der EWE-Stiftung. In ihrem Grußwort hob sie das Gewicht der Stiftungsarbeit für die Gemeinschaft hervor: „Stiftungen sind eine starke Kraft in der Gesellschaft. Deshalb tragen ihre Organmitglieder eine große Verantwortung, Fördermittel zum Nutzen der Allgemeinheit einzusetzen und das eigene Handeln stets kritisch zu reflektieren. Die Diskussion um Kapital und Wirkung bietet hier wichtige Orientierungshilfen“, sagte Dr. Stephanie Abke.  

Mit jeder Investition etwas zum Besseren zu verändern, ist das erste Ziel einer Förderung. „Das Gute dabei: Strategie und Wirkung sind keine Frage des Geldes“, sagte Bettina Kurz, „auch weniger finanzstarke Stiftungen können immens viel auf die Beine stellen, sofern sie ihre Mittel zielgerichtet einsetzen und wirkungsorientiert steuern – in ihrer Fördertätigkeit ebenso wie als Institution selbst.“ Bettina Kurz ist Autorin des „Kursbuchs Wirkung“ und des „Kursbuchs Stiftungen“ und seit sieben Jahren im Einsatz für die Phineo gAG, einem gemeinnützigen Beratungshaus für gesellschaftliches Engagement aus Berlin. Ihre Erfahrungen und Analysen von wirkungsorientiertem Stiftungsmanagement stellte sie den Teilnehmern in einem Impulsvortrag vor.

In einem weiteren Impulsvortrag unterstrich Peter Augustin die zentrale Bedeutung einer engen und vertrauensvollen Beziehung zu den geförderten Projekten. „Das gute Miteinander und die Begegnung auf Augenhöhe mit den Partnern der Förderprojekte sorgen für Effektivität im Wirken einer Stiftung“, sagte Peter Augustin. Als Direktor für Kommunikation und Internationale Beziehungen der Software AG Stiftung aus Darmstadt ist er praktisch der Außenminister einer der größten deutschen Förderstiftungen. 

Anschließend tauschten sich die Teilnehmer in Themeninseln mit Bettina Kurz und Peter Augustin über ihre Arbeit aus und diskutierten die aktuellen Herausforderungen im Stiftungswesen. Offenbar ist der Gedanke, etwas Bleibendes zu schaffen und der Gesellschaft etwas zurückzugeben, gerade in Oldenburg stark verankert. Laut Bundesverband Deutscher Stiftungen belegt die Huntestadt im Städteranking der Stiftungsdichte mit 80 Stiftungen auf 100.000 Einwohner bundesweit einen der Spitzenplätze. „Für zivilgesellschaftliches Engagement gibt es viel Raum und viele Ansatzpunkte“, sagte Karin Katerbau, Finanzvorstand der OLB und Vorstandsvorsitzende der OLB-Stiftung, „es spricht für die Menschen und die Region, dass hier so viele Stiftungen bestehen – und diese Stiftungen wiederum sind ein wichtiges Stück dessen, was unsere Region so wertvoll macht.“ 

 
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