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Nach Schlaganfall und Hirnverletzung: Wie geht’s weiter?

  • Oldenburg, 17. November 2016

Zusammenfassung

  • OLB-Forum: Prof. Dr. Magdalena Götz referierte in Bremen
  • Bahnbrechende Ergebnisse aus der Forschung
  • Gemeinsame Veranstaltung von HWK und OLB

Das Gehirn besteht aus Nervenzellen, die für die Verarbeitung von Informationen zuständig sind. Entsprechend führen Verletzungen des Gehirns zum Ausfall von Funktionen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Wie reagiert das Gehirn auf solche Ereignisse? Ist es möglich, dass sich neue Nervenzellen bilden? 

Rund 120 Interessierte aus der Region erhielten am Donnerstag, 17. November 2016, Antworten auf diese und weitere Fragen im Schuppen 2 der Bremer Überseestadt. Sie gehörten zu den Gästen im OLB-Forum „Wissen und Zukunft“ der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). „Ich freue mich, dass wir heute hier in Bremen eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) durchführen und eine ausgewiesene Expertin zu Gast haben, die neueste Forschungserkenntnisse mitbringt,“ sagte Olaf Mohrschladt, Mitglied der regionalen Geschäftsleitung der OLB.

Prof. Dr. Magdalena Götz,  Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholtz-Zentrum München, hielt einen Vortrag auf Einladung von HWK und OLB. Sie berichtete, wie sich - entgegen der bisherigen Meinung der Forscher - im erwachsenen Gehirn Nervenzellen neu bilden können. Nach Verletzungen oder Krankheiten erweisen sich die Stützzellen im Gehirn als Notfallhelfer – wenn man sie dazu bringen kann, zerstörtes Gewebe zu reparieren. „Dies zeigt, wie aus reiner Grundlagenforschung neue therapeutische Ansätze entstehen können“, so die Wissenschaftlerin. Sie ist zuversichtlich, dass ihre Erkenntnisse für Patienten mit Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata und Abbauerkrankungen wie Parkinson und Alzheimer neue Behandlungswege eröffnen werden. Damit gelangen ihr bahnbrechende Entdeckungen.

Im Anschluss an den Vortrag fand eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum statt. 

Prof. Dr. Magdalena Götz (geb. 1962) studierte zunächst Philosophie in Heidelberg, dann Biologie in Zürich und Tübingen und promovierte bis 1992 am Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft. 2004 wurde sie Direktorin am Institut für Stammzellforschung der GSF (heute Helmholtz-Zentrum München) und auf den Lehrstuhl für Physiologische Genomik der Ludwig-Maximilians-Universität München berufen. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter anderem 2007 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis und 2010 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Sie ist Trägerin des 13. OLB-Stiftungs-Fellowships am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst.

Seit 30 Jahren bietet die Oldenburgische Landesbank AG mit dem OLB-Forum „Wissen und Zukunft“ ein kostenloses und vielfältiges Vortragsprogramm an. Damit setzt die Regionalbank auf den Dialog der Öffentlichkeit mit renommierten Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur und übernimmt mit diesen gesellschaftlich relevanten Themen Verantwortung. Seit 2012 veranstaltet die OLB zudem einmal jährlich ein Junges Forum für acht- bis zwölfjährige Kinder.

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